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Krunk

Lilit Tonoyan & Ensemble Lignum Vitae

Mit ihrem aktuellen Album KRUNK taucht die Violinistin Lilit Tonoyan ein in die Welt der Volksmusik Armeniens. Mittelpunkt und Namensgeber des Programms ist „Krunk“ (Der Kranich) – ein Pilgerlied, welches als eines der bekanntesten Volkslieder für armenischsprachige Menschen betrachtet werden kann. In unterschiedlichen Besetzungen interpretiert sie ihre eigenen einfühlsamen Arrangements der überlieferten Volksliedkunst – gemeinsam mit dem Cellisten Davit Melkonyan, dem Duduk-Spieler André Meisner und dem Perkussionisten Giuseppe Mautone.

Über das Album

Armenian Secular Music / Armenische weltliche Musik

Mit ihrem aktuellen Album KRUNK taucht die Violinistin Lilit Tonoyan ein in die Welt der Volksmusik Armeniens. Mittelpunkt und Namensgeber des Programms ist „Krunk“ (Der Kranich) – ein Pilgerlied, welches als eines der bekanntesten Volkslieder für armenischsprachige Menschen betrachtet werden kann. In unterschiedlichen Besetzungen interpretiert sie ihre eigenen einfühlsamen Arrangements der überlieferten Volksliedkunst – gemeinsam mit dem Cellisten Davit Melkonyan, dem Duduk-Spieler André Meisner und dem Perkussionisten Giuseppe Mautone.

Die Auswahl der Volkslieder für die vorliegende Einspielung besteht zu großen Teilen aus den von Komitas notierten Liedern und aus dem Repertoire des Sängers Hayrik Muradyan. Die Bearbeitungen sind von Lilit Tonoyan selbst verfasst, die sich seit einigen Jahren intensiv mit der dörflichen Volksmusik ihres Heimatlandes Armeniens beschäftigt hat.

„Krunk“ nimmt in der Gattung der mittelalterlichen Pilgerlieder Armeniens einen herausragenden Platz ein und ist höchstwahrscheinlich von einem Gusan aus dem Mittelalter komponiert worden, dessen Name unbekannt blieb. Die sanfte Melodie in improvisatorischer Form verkörpert eine emotionale, tragische Geschichte, die die innere Aufregung des Autors offenbart. Dieses Lied ist ein herausragendes Beispiel einer synkretischen Musikschreibkunst, dessen poetische und musikalische Komponenten ein organisches Ganzes bilden. Es beweist, dass dieses Lied seinen Ursprung wohl eher nicht im dörflichen Umfeld hat, sondern von einem „professionellen“ Troubadour stammt, sich im Volk verbreitete und letztlich als Volkslied etablierte.

Pressestimme
Tonmeister Jens F. Meier festigt mit diesem Album die Reputation seines Kaleidos-Labels als gute Adresse für liebevoll produzierte Kammermusik-Nischenprodukte.”

Winfried Dulisch, image hifi

Mehr Infos zum Album
Künstler

Mit der in Jerewan (Armenien) geborenen und aufgewachsenen Violinistin Lilit Tonoyan verbinden sich zwei Musikkulturen auf besondere Weise: Geprägt durch die vielseitige traditionelle Musik ihrer Heimat beschäftigt sich die Künstlerin seit ihrem Studium des abendländischen Musikkanons in Deutschland intensiv mit armenischer Vokal- und Instrumentalmusik. So gründete sie 2008 das Cologne World Jazz Ensemble, welches hauptsächlich traditionelle armenische Musik mit Jazz und Improvisation verbindet …

Davit Melkonyan
Davit Melkonyan begann seine Ausbildung an der Hochschule für Künste Bremen bei Viola de Hoog und setzte sie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock bei Gert von Bülow fort. Sein Studium schloss er im Jahre 2011 an der Universität der Künste Berlin bei Jens-Peter Maintz mit Auszeichnung ab. Wichtige Anregungen und Impulse erhielt er von Walter Levin, Anner Bylsma, Christophe Coin und Helmut Lachenmann. …

Liebevoll produziert
“[…] Tonmeister Jens F. Meier festigt mit diesem Album die Reputation seines Kaleidos-Labels als gute Adresse für liebevoll produzierte Kammermusik-Nischenprodukte.”
Winfried Dulisch [image hifi, 3/2025]

Ekstatische Intensität
“Besonders neugierig war ich natürlich auf André Meisners Duduk-Spiel – aber dieser Musiker agiert nie aufdringlich, sondern lässt sein Spiel mit nobler Zurückhaltung zwischen Jazz-Sensibilität und armenischer Tradition oszillieren. Das erzeugt in den 23 sehr komprimierten Stücken einen Dialog mit dem Violinspiel von Lilit Tonoyan – und der ist voll verhangender Melancholie und mitunter ekstatischer Intensität.”
Stefan Pieper [nrwjazz.net, 31.01.2025]

Ein Schatz
“Die besondere Magie dieser Aufnahme entfaltet sich durch die außergewöhnliche Instrumentierung: Lilit Tonoyans beseelter Violinton, der wie eine Singstimme Geschichten zu erzählen vermag, tritt in einen faszinierenden Dialog mit André Meisners Duduk. […] Bemerkenswert ist die Kunst der Arrangements, mit der Lilit Tonoyan das überlieferte Material bearbeitet hat. Aus ihrer langjährigen Beschäftigung mit der armenischen Musiktradition erwächst ein tiefes Verständnis für die komplexen modalen Strukturen der Kirchentonarten und die subtilen mikrotonalen Stimmungen, die dieser Musik ihre charakteristische Färbung verleihen. Die ornamentalen Feinheiten werden dabei nie zum Selbstzweck, sondern fügen sich organisch in den musikalischen Fluss. Die Stücke verdichten sich trotz ihrer Kürze zu atmosphärischen Miniaturen und offenbaren in manchen Momenten verblüffende Parallelen zur europäischen Kunstmusik – insbesondere in polyphonen Strukturen, die manchmal an Bach’sche Suitensätze erinnern. ‘Armenian Secular Music’ ist ein Schatz, der die reiche Überlieferung armenischer Musik in neuem Licht erstrahlen lässt. Mit großer Einfühlungsgabe nimmt das Ensemble seine Hörer an die Hand und führt sie behutsam in bislang verborgene musikalische Schatzkammern. Dem Ensemble gelingt dabei der schwierige Balanceakt zwischen Authentizität und zeitgemäßer Interpretation: Die Musik wirkt nie museal, sondern offenbart ihre zeitlose Aktualität.”
Stefan Pieper [Klassik-Heute.de, 30.01.2025]

Armenische Volksmusik mit Tiefgang gespielt
“[…] Die Geigerin Lilit Tonoyan setzt sich zum wiederholten Mal mit der Musik ihrer Heimat auseinander. Im Verbund mit den anderen Musikern schafft sie so einen eben eindrücklichen wie faszinierend ungewohnten Klangraum. Die oftmals melancholisch wirkende Musik stellen die Interpreten dafür mit einer solchen Intensität und Tiefe dar, dass man sich von diesem Stil sehr gerne tragen lässt.”
Uwe Krusch [Pizzicato, 25.09.2024]

  1. Es arun
  2. Alagyaz & Khnki tsar
  3. Avetis
  4. Goghtan mankti & ostan em dre
  5. Blbuli hid (Chka qizi man)
  6. Akna oror
  7. Habrban
  8. Tsirani tsar I
  9. Tsirani tsar II
  10. Nazani
  11. Krunk
  12. Bari luso
  13. Kilikia
  14. Janiman
  15. Taltala
  16. Akna krunk
  17. Yerangi
  18. Amran gisher
  19. Es gisher ashnan gisher
  20. Keler tsoler
  21. Mush
  22. Bari luso